Ich weiß, daß Berge auf mich warten,

Draußen – weit –

Und Wald und Winterfeld und Wiesengarten

Voll Gotteinsamkeit –

 

Weiß, daß für mich ein Wind durch Wälder dringt,

So lange schon –

Daß Schnee fällt, daß der Mond nachtleise singt

Den Ewig-Ton –

 

Fühle, daß nachts Wolken schwellen,

Bäume,

Daß Ebenen, Gebirge wellen

In meine Träume –

 

Die Winterberge, meine Berge tönen –

Wälder sind verschneit –

Ich will hinaus, mit Euch mich zu versöhnen

Ich will heraus aus dieser Zeit,

 

Hinweg von Märkten, Zimmern, Treppenstufen,

Straßenbraus –

Die Waldberge, die Waldberge rufen,

Locken mich hinaus!

 

Bald hab ich diese Straßenwochen,

Bald diesen Stadtbann aufgebrochen

Und ziehe hin, wo Ströme durch die Ewig-Erde pochen,

Ziehe selig in die Welt!


Das Gedicht "Ich will heraus aus dieser Stadt" stammt von   (1890 - 1918).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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