Weißt du was die Mittags-Straße schüttert, lebt,
Wenn chaotisch tausend Lebenstakte schlagen
Aus den Menschen, Häusern, Pferden, Wagen?
Gottesrhythmus!
Weißt du was des Nachts das müde Haus durchbebt,
Wenn der Mondlichthimmel auf die Stadt gesunken?
Was die Straßen sausen unter Sternenfunken?
Gottesrhythmus!
Unaufhörlich drangvoll, fluten, beben
Rhythmusströme durch die Stunden um dich her,
Schwellen, wellen über dich zu Einem Meer:
Gottesrhythmus!
Und du selbst, du Mensch in diesem Herzschlag-Leben,
Von Tränen überspült, vom Straßenbraus gepackt,
Bist der höchste Rhythmus, vollster Blutstrom-Takt:
Denn in Dir ist Gott!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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