Hang an Hang, und Hang an Feld und Felder,
Strauch an Baum, und Wald an Wälder,
Tal an Berg und Tal an Berg:
Erden-Weite-Breite rundherüberall:
Und der Mensch, der Zwerg:
Tappt verschüchtert,
Geht ernüchtert,
Stolzt voll Dünkel hier und dort,
Schürft sich Lehm und backt sich Ziegel,
Häuft aus Mauern, Dächern seinen Ort.
Schließt mit Schloß und Riegel
Sorgevoll sein Haus,
Klopft und bohrt darin herum –
Dünkt sich klug und andre dumm –
Geht kaum aus der Straße raus – –
Draußen reiht sich Feld an Feld:
Draußen weitet sich die Welt:
Ungeheure Runde!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
Zur Startseite:
Gedichte