Einsam im Zimmer klopft ein Herz

Immerzu.

In einem Gartenbaum schwillt ein Herz

Immerzu.

In allen Häusern schlagen Herzen

Immerzu.

Durch tausend Straßen wandern Herzen

Immerzu, immerzu.

 

Von Halm zu Halm durch Felder,

Von Baum zu Baum durch Wälder,

In Schiffen, Bahnen, Saaten,

In Stadt und Städten, Staaten:

Klopfen, tanzen, tönen Herzen

Immerimmerzu!

 

Und Du, du Mutter-Erde-Sohn,

Hörst du deinen Herzens-Ton!

Hörst aus Milliarden Dingen

Einen Herzklang um dich schwingen?:

Horch! in Allen Herzen braust die Welt!

Immerzu!


Das Gedicht "Der ewige Herzklang" stammt von   (1890 - 1918).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte