Mich aber schone, Tod,

Mir dampft noch Jugend blutstromrot -

Noch hab ich nicht mein Werk erfüllt,

Noch ist die Zukunft dunstverhüllt -

Drum schone mich, Tod!

 

Wenn später einst, Tod,

Mein Leben verlebt ist, verloht

Ins Werk - wenn das müde Herz sich neigt,

Wenn die Welt mir schweigt -

Dann trage mich fort, Tod!


Das Gedicht "An den Tod" stammt von   (1890 - 1918).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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