Könnt ich mich lösen vom starren Gebein,

Von erdegeborener Schwere:

Könnt ich in Lüften eine Wolke sein, –

Ein Funkeln im Sternenheere –

 

Könnt ich zerbrechen den drückenden Zaum,

In Licht und in Brausen verließen:

In rollende Wogen, in stürzenden Schaum

Die durstende Seele ergießen –

 

O könnt ich in rauschendem, rasendem Spiel,

Im Sturm sein ein seliger Reiter:

Ich weiß nicht wohin – ohne Maß, ohne Ziel

Immer weiter, immer weiter – –


Das Gedicht "Allheimat" stammt von   (1890 - 1918).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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