Gleich wie die Luft erscheint bei angenehmen Tagen,
So heiter, rein und still soll dein Gemüte sein.
So schaust du Gott in dir und wirst auch ihm behagen,
Sein wonnereiches Licht macht sich dem Geist gemein.
Gedichte
Gerhard Tersteegen
Gleich wie die Luft erscheint bei angenehmen Tagen,
So heiter, rein und still soll dein Gemüte sein.
So schaust du Gott in dir und wirst auch ihm behagen,
Sein wonnereiches Licht macht sich dem Geist gemein.
Das Gedicht "Heiterkeit des Gemüts" stammt von Gerhard Tersteegen (1697 - 1769).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.