Schwärzlich folgt im herbstlichen Garten der Schritt

Dem glänzenden Mond,

Sinkt an frierender Mauer die gewaltige Nacht.

0, die dornige Stunde des Grams.

 

Silbern flackert im dämmernden Zimmer der Leuchter des Einsamen,

Hinsterbend, da jener ein Dunkles denkt

Und das steinerne Haupt über Vergängliches neigt,

 

Trunken von Wein und nächtigem Wohllaut.

Immer folgt das Ohr

Der sanften Klage der Amsel im Haselgebüsch.

 

Dunkle Rosenkranzstunde. Wer bist du

Einsame Flöte,

Stirne, frierend über finstere Zeiten geneigt.


Das Gedicht "Stunde des Grams" stammt von   (1887 - 1914).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Empfehlungen

Weitere gute Gedichte des Autors:



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte