Stille in nächtigem Zimmer.

Silbern flackert der Leuchter

Vor dem singenden Odem

Des Einsamen;

Zaubrisches Rosengewölk.

 

Schwärzlicher Fliegenschwarm

Verdunkelt den steinernen Raum,

Und es starrt von der Qual

Des goldenen Tags das Haupt

Des Heimatlosen.

 

Reglos nachtet das Meer.

Stern und schwärzliche Fahrt

Entschwand am Kanal.

Kind, dein kränkliches Lächeln

Folgte mir leise im Schlaf.

 


Der Text des Gedichts "In Venedig" stammt von (* 1887-02-03, † 1914-11-03).




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