Es geht ein alter Weg entlang

An wilden Gärten und einsamen Mauern.

Tausendjährige Eiben schauern

Im steigenden fallenden Windgesang.

 

Die Falter tanzen, als stürben sie bald,

Mein Blick trinkt weinend die Schatten und Lichter.

Ferne schweben Frauengesichter

Geisterhaft ins Blau gemalt.

 

Ein Lächeln zittert im Sonnenschein,

Indes ich langsam weiterschreite;

Unendliche Liebe gibt das Geleite.

Leise ergrünt das harte Gestein.


Das Gedicht "An Mauern hin" stammt von   (1887 - 1914).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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