Bächlein, laß dein Rauschen sein!

Räder, stellt euer Brausen ein!

All ihr muntern Waldvögelein,

Groß und klein,

Endet eure Melodein!

Durch den Hain

Aus und ein

Schalle heut ein Reim allein:

Die geliebte Müllerin ist mein!

Mein!

Frühling, sind das alle deine Blümelein?

Sonne, hast du keinen hellern Schein?

Ach, so muß ich ganz allein

Mit dem seligen Worte mein

Unverstanden in der weiten Schöpfung sein!


Das Gedicht "Mein!" stammt von   (1794 - 1827).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte