Beten heißt: sich ganz in Gott begraben
und aus Gott zum Leben auferstehn.
Willst Du Deinen Willen blühen sehn,
mußt Du ihn erst Gott geopfert haben.
Wer die Kraft fand, allem zu entsagen,
ward erst kräftig, alles zu erjagen.
Gedichte
Walter Flex
Beten heißt: sich ganz in Gott begraben
und aus Gott zum Leben auferstehn.
Willst Du Deinen Willen blühen sehn,
mußt Du ihn erst Gott geopfert haben.
Wer die Kraft fand, allem zu entsagen,
ward erst kräftig, alles zu erjagen.
Das Gedicht "Gebetspruch" stammt von Walter Flex (* 1887-07-06, † 1917-10-16).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.