Worte trügen - worte fliehen -
Nur das lied ergreift die seele -
Wenn ich dennoch dich verfehle
Sei mein mangel mir verziehen.
Lass mich wie das kind der weisen
Wie das kind der dörfer singen
Aus den sälen will ich dringen
Aus dem fabelreich der riesen.
Höhne meine sanfte plage !
einmal muss ich doch gestehen
Dass ich dich im traum gesehen
Und seit dem im busen trage.
Das Gedicht "Worte trügen" stammt von Stefan George (* 1868-07-12, † 1933-12-04).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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