Weisse schwalben sah ich fliegen -

schwalben schnee- und silberweiss -

Sah sie sich im winde wiegen -

In dem winde hell und heiss.

 

Bunte häher sah ich hüpfen -

Papagei und kolibri

Durch die wunder-bäume schlüpfen

In dem wald der Tusferi.

 

Grosse raben sah ich flattern -

Dohlen schwarz und dunkelgrau

Nah am grunde über nattern

Im verzauberten gehau.

 

Schwalbens eh ich wieder fliegen -

Schnee und silberweisse schar -

Wie sie sich im winde wiegen

In dem winde kalt und klar!


Das Gedicht "Vogelschau" stammt von (* 1868-07-12, † 1933-12-04).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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