glanz und ruhm ! so erwacht unsre welt

Heldengleich bannen wir berg und belt

Jung und gross schaut der geist ohne vogt

Auf die flur auf die flut die umwogt.

 

Da am weg bricht ein schein fliegt ein bild

Und der rauscht mit der qual schüttelt wild.

Der gebot weint und sinnt beugt sich gern

′Du mir heil du mir ruhm du mir stern′

 

Dann der traum höchster stolz steigt empor

Er bezwingt kühn den Gott der ihn kor...

Bis ein ruf weit hinab uns verstösst

Uns so klein vor dem tod so entblösst !

 

All dies stürmt reisst und schlägt blitzt und brennt

Eh für uns spät am nacht-firmament

Sich vereint schimmerdn still licht-kleinod :

Glanz und ruhm rausch und qual traum und tod.


Das Gedicht "Traum und Tod" stammt von (* 1868-07-12, † 1933-12-04).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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