Wer weit verreisen wil / der raise weit und breit

die Heilge Schrifft herdurch / das hilfft zuhr Seeligkeit;

wer weit verraisen wil / der schaw die Bücher an /

darin er recht und wohl die Welt beschawen kan;

der hat ein freyen Pas / der geht auff Gottes Wegen /

an andrer Raisens=art ist gar nicht viel gelegen.


Das Gedicht "Auff die, so durch Reisen wollen berühmet werden" stammt von   (1621 - 1638).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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