Wie steht er da vor den Verdunkelungen

des Regenabends; jung und rein;

in seinen Ranken schenkend ausgeschwungen

und doch versunken in sein Rose-sein;

 

die flachen Blüten, da und dort schon offen,

jegliche ungewollt und ungepflegt:

so, von sich selbst unendlich übertroffen

und unbeschreiblich aus sich selbst erregt,

 

ruft er dem Wandrer, der in abendlicher

Nachdenklichkeit den Weg vorüberkommt:

Oh sieh mich stehn, sieh her, was bin ich sicher

und unbeschützt und habe was mir frommt.


Der Text des Gedichts "Wilder Rosenbusch" stammt von (* 1875-12-04, † 1926-12-29).




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