Sieh, wie sie dieselben Möglichkeiten

anders an sich tragen und verstehn,

so als sähe man verschiedne Zeiten

durch zwei gleiche Zimmer gehn.

 

Jede meint die andere zu stützen,

während sie doch müde an ihr ruht;

und sie können nicht einander nützen,

denn sie legen Blut auf Blut,

 

wenn sie sich wie früher sanft berühren

und versuchen, die Allee entlang

sich geführt zu fühlen und zu führen:

Ach, sie haben nicht denselben Gang.


Der Text des Gedichts "Die Schwestern" stammt von (* 1875-12-04, † 1926-12-29).




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