Wind, Wind, sause,
der Mond ist nicht zu Hause;
er ist wohl hinter den Berg gegangen,
will vielleicht eine Sternschnuppe fangen,
Wind, Wind, sause.

Stern, Stern, scheine,
der Mond, der ist noch kleine;
Stern, Stern, scheine,
er hat die Sichel in der Hand,
er mäht das Gras am Himmelsrand,
Stern, Stern, scheine.

Singe, Vogel, singe,
der Mond ist guter Dinge;
er steckt den halben Taler raus,
das sieht blank und lustig aus,
singe, Vogel, singe.

Und hell wird′s, immer heller;
der Mond, der hat ′nen Teller
mit allerfeinstem Silbersand,
den streut er über Meer und Land,
und hell wird′s, immer heller.


Der Text des Gedichts "Lied vom Monde" stammt von (* 1862-10-31, † 1918-07-09).




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