Singe nicht so hell und laut,

Da ich wieder einsam bin!

Ach, fühlst Du nicht, worüber

Ich trüber werde?

 

Lache nicht so toll und dumm,

Da ich ernst und anders bin!

Nein, weißt Du nicht, worüber

Ich trüber werde?

 

Frage nicht so klug und hart!

Das hat Alles keinen Sinn!

Was? Ahnst Du nicht, worüber

Ich trüber werde?

 

Sieh′ ich liebe Dich nicht mehr,

All meine Lieben ist dahin!

Begreifst Du jetzt, worüber

Ich trüber werde?


Das Gedicht "Dahin!" stammt von (* 1863-01-08, † 1915-10-15).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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