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Sommergarten


Die Vögel sprangen von den Winden auf den Garten

Und fielen auf die hellen Rasenbeete,

Betäubt vom Duft der blühenden Stakete

Am weißen Haus mit vierzehn Rosenarten.

 

Die gelben Steige, die den Rasen masern,

Kommst du in Weiß, berieselt von den Winden,

Und deine Augen ,duften noch den Blinden -

­Die warmen Blumen an den Nervenfasern.

 

Freude der Tropen wächst. Im blauen Raum

Zünden die Wolken, leuchtende Phantome.

Und du, in deines Blutes Aura und Arome,

 

Nimmst Sonne mit - in eine Liebesnacht.

Gleich goldnen Bienen hängt das Licht im Baum,

Das deinen Mund wie eine Frucht benagt.



(* 31.12.1885, † 16.03.1921)




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