Wortwarenladen, wo es gurrt und murrt:

Des Hauses Echo, das hier Ego schreit:

Der Literat oder die Eitelkeit:

Das fürbaß schwatzende Gehirn Hans Wurst.

 

Es redet stets und muß beisammen sitzen.

Ist hier einer, der Zorn empfand und schrie!

Ihr richtet lieber Worte ab zu Witzen

Und äfft die Hölle mit Analgesie.


Das Gedicht "Literaturcafé" stammt von   (1885 - 1921).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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