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Alle gute Gabe


Wir pflügen und wir streuen

den Samen auf das Land,

doch Wachstum und Gedeihen

steht in des Himmels Hand;

der tut mit leisem Wehen

sich mild und heimlich auf

und träuft, wenn heim wir gehen,

Wuchs und Gedeihen drauf.

Alle gute Gabe kommt her von Gott, dem Herrn,

drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt,

und hofft auf ihn.

 

Er sendet Tau und Regen

und Sonn und Mondenschein

und wickelt seinen Segen

gar zart und künstlich ein

und bringt ihn dann behende

in unser Feld und Brot;

es geht durch unsre Hände,

kommt aber her von Gott.

 

Was nah ist und was ferne,

von Gott kommt alles her,

der Strohhalm und die Sterne,

das Sandkorn und das Meer.

Von ihm sind büsch und Blätter

und Korn und Obst, von ihm

das schöne Frühlingswetter

und Schnee und Ungestüm.

 

Er läßt die Sonn aufgehen,

er stellt des Mondes Lauf;

er läßt die Winde wehen

und tut die Wolken auf.

Er schenkt uns so viel Freude,

er macht uns frisch und rot;

er gibt dem Viehe Weide

und seinen Menschen Brot.



(* 15.08.1740, † 21.01.1815)




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