O Sonnenstrahl in blauer Luft,
Was schaffest du für Leben?
Zur Wiege wandelst du die Gruft
In deinem Wunderweben.
Die abgestorb′nen Sträucher blühn,
Verzagte Knospen springen,
O, könnte mit dem ersten Grün
Sich auch das Herz verjüngen!
Gedichte
Martin Greif
O Sonnenstrahl in blauer Luft,
Was schaffest du für Leben?
Zur Wiege wandelst du die Gruft
In deinem Wunderweben.
Die abgestorb′nen Sträucher blühn,
Verzagte Knospen springen,
O, könnte mit dem ersten Grün
Sich auch das Herz verjüngen!
Das Gedicht "Frühlingswunsch" stammt von Martin Greif (* 1839-06-18, † 1911-04-01).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.