Wohin, o Bächlein, schnelle?
"Hinab ins Tal."
Verhalte deine Welle!
"Ein andermal."
Was treibt dich so von hinnen?
"Ei, hielt ich je?"
Willst du nicht ruh′n und sinnen?
"Ja, dort im See."
Bist du schon gram der Erden?
"Ich eile zu."
Du wirst schon still werden!
"Nicht minder du."
Das Gedicht "Der Wanderer und der Bach" stammt von Martin Greif (* 1839-06-18, † 1911-04-01).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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