Das Schauspiel ist zu Ende -
Der Henker hat sein Theil;
Das Haupt Maria Stuart′s
Fiel unter seinem Beil!
»Elisabeth von England,
Nur sie ist souverain;
Wer nach der Krone tastet,
Muß schmählich untergehn!«
»Elisabeth von England
Hat ihre Gewalt von Gott,
Und wer sie ihr bestreitet,
Der stirbt auf dem Schaffot!«
So hat man dir gerathen,
Rathlose Königin!
So gab man deinen Namen
Der Zeiten Abscheu hin!
Das Gedicht "Nach der ersten Vertreibung der Berliner Volksvertreter" stammt von Louise Franziska Aston (1814 - 1871).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
Zur Startseite:
Gedichte