Indem man sich nunmehr zum Winter wendet,

Hat es der Dichter schwer,

Der Sommer ist geendet,

Und eine Blume wächst nicht mehr.

 

Was soll man da besingen?

Die meisten Requisiten sind vereist.

Man muß schon in die eigene Seele dringen

- Jedoch, da haperts meist.

 

Man sitzt besorgt auf seinen Hintern,

Man sinnt und sitzt sich seine Hose durch,

- Da hilft das eben nichts, da muß man eben überwintern

Wie Frosch und Lurch.


Das Gedicht "Winterschlaf" stammt von (* 1890-11-04, † 1928-08-14).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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