So ruhig geh′ ich meinen Pfad,

So still ist mir zu Mut;

Es dünkt mir jeder Weg gerad′

Und jedes Wetter gut.

 

Wohin mein Weg mich führen mag,

Der Himmel ist mein Dach,

Die Sonne kommt mit jedem Tag,

Die Sterne halten Wach.

 

Und komm′ ich spät und komm′ ich früh

Ans Ziel, das mir gestellt:

Verlieren kann ich mich doch nie,

O Gott, aus Deiner Welt!


Das Gedicht "Reiselied" stammt von (* 1788-03-10, † 1857-11-26).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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