Nach oben

Es wandelt...


Es wandelt, was wir schauen,

Tag sinkt ins Abendrot,

Die Lust hat eignes Grauen,

Und alles hat den Tod.

 

Ins Leben schleicht das Leiden

Sich heimlich wie ein Dieb,

Wir alle müssen scheiden

Von allem, was uns lieb.

 

Was gäb′ es doch auf Erden,

Wer hielt′ den Jammer aus,

Wer möcht′ geboren werden,

Hielt′st Du nicht droben Haus!

 

Du bist′s, der, was wir bauen,

Mild über uns zerbricht,

Daß wir den Himmel schauen -

Darum so klag′ ich nicht.

 



(* 10.03.1788, † 26.11.1857)




Bewertung:
0/5 bei 0 Stimmen

Kommentare

Mit dem Eintragen Ihres Kommentars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer angegebenen Daten gemäß unserer Datenschutzerklärung einverstanden.
  • Noch kein Kommetar vorhanden!