Früh, eh der Tag seine Schwingen noch regt,

Alles noch schlummert und träumet und ruht,

Blümchen noch nickt in der Winde Hut,

Eh noch im Forste ein Vogel anschlägt,

 

Schreitet ein Engel

Durchs tauweiße Land

Streut ans den Segen

Mit schimmernder Hand.

 

Und es erwachet die Au und der Wald.

Blumen bunt reiben die Äuglein sich klar,

Staunen und flüstern in seliger Schar.

Aufstrahlt die Sonne, ein Amselruf schallt.

 

Aber der Engel

Zog längst schon landaus.

Flog wieder heim

In sein Vaterhaus.


Der Text des Gedichts "Früh, eh der Tag seine Schwingen noch regt" stammt von (* 1886-02-22, † 1927-09-14).




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