Nach oben

Die Geschichte vom bösen Friederich


Der Friederich, der Friederich,

das war ein arger Wüterich!

Er fing die Fliegen in dem Haus

und riß ihnen die Flügel aus.

Er schlug die Stühl und Vögel tot,

die Katzen litten große Not.

Und höre nur, wie bös er war:

er peitschte seine Gretchen gar!

 

Am Brunnen stand ein großer Hund,

trank Wasser dort mit seinem Mund.

Da mit der Peitsch’ herzu sich schlich

der bitterböse Friederich;

und schlug den Hund, der heulte sehr,

und trat und schlug ihn immer mehr.

Da biß der Hund ihn in das Bein,

recht tief bis in das Blut hinein.

Der bitterböse Friederich,

der schrie und weinte bitterlich.

Jedoch nach Hause lief der Hund

und trug die Peitsche in dem Mund.

 

Ins Bett muß Friedrich nun hinein,

litt vielen Schmerz an seinem Bein;

und der Herr Doktor sitzt dabei

und gibt ihm bitt’re Arzenei.

De Hund an Friedrichs Tischchen saß

wo er den großen Kuchen aß

aß auch die gute Leberwurst

und trank den Wein für seinen Durst.

Die Peitsche hat er mitgebracht

und nimmt sie sorglich sehr in acht.



(* 13.06.1809, † 20.09.1894)




Bewertung:
0/5 bei 0 Stimmen

Kommentare

Mit dem Eintragen Ihres Kommentars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer angegebenen Daten gemäß unserer Datenschutzerklärung einverstanden.
  • Noch kein Kommetar vorhanden!