Der Regen schlägt, als geißelten

des grenzenlosen Himmels wilde Winde

den alten Mucker jagend hoch

und meißelten

aus Schnee und Schmutz und Stubendunst

des Sommers nackte Glut heraus.

 

Das gießt und bläst und faucht und raucht,

bis über Nacht

des Frühlings Hülle fällt

und - breit und ungeschlacht

fiebert der Sommer durch die Welt!


Das Gedicht "Der faule Mucker" stammt von   (1885 - 1916).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte