So liebe ich dich nicht;

doch wenn der Sturm durch deine Weiten brüllt

und wenn die Wolken wiederum

wie Winterwölfe durch dich fahren

heißhungrig und vor Hunger stumm,

wird meine Unruh offenbaren,

wie ich nach deiner Freiheit lechze.

So liebe ich dich nicht,

so nicht in deinem wolkenlosen Prahlen,

denn diese prahlerische Reinheit

drückt mich tot, wie man ein Blatt zerdrückt.


Das Gedicht "Blauer Himmel" stammt von   (1885 - 1916).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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