Verflucht ihr dunklen Gifte,

Weißer Schlaf!

Dieser höchst seltsame Garten

Dämmernder Bäume

Erfüllt von Schlangen, Nachtfaltern,

Spinnen, Fledermäusen.

Fremdling! Dein verlorner Schatten

Im Abendrot,

Ein finsterer Korsar

Im salzigen Meer der Trübsal.

Aufflattern weiße Vögel am Nachtsaum

Uber stürzenden Städten

Von Stahl.


Das Gedicht "Der Schlaf" stammt von (* 1887-02-03, † 1914-11-03).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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