Es klagt ein Herz: Du findest sie nicht,

Ihre Heimat ist wohl weit von hier,

Und seltsam ist ihr Angesicht!

Es weint die Nacht an einer Tür!

 

Im Marmorsaal brennt Licht an Licht,

O dumpf, o dumpf! Es stirbt wer hier!

Es flüstert wo: O kommst du nicht?

Es weint die Nacht an einer Tür!

 

Ein Schluchzen noch: O säh′ er das Licht!

Da ward es dunkel dort und hier -

Ein Schluchzen: Bruder, o betest du nicht?

Es weint die Nacht an einer Tür.


Das Gedicht "Ballade (Es klagt ein Herz: Du findest sie nicht)" stammt von (* 1887-02-03, † 1914-11-03).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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