Sommer ist es, sonnig ist es,
In der Welt wie wonnig ist es,
Trägt die Erd′ ihr Feierkleid!
Grün ist Alles weit und breit;
Mit Gezwitscher und Gejubel
Schwingt sich in die Luft die Lerche;
Fichte schwankt und Birke wiegt sich,
Auf der Wiese duften Kräuter,
Früchte prangen im Gezweige,
Kernige, gebräunte Nüsse,
Goldner Äpfel Lieblichkeit.
Und im Hause reifen Küsse,
In der Klause blüht die Maid.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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