Man muß nicht allezeit was Hocherhabnes sagen:

Der allgemeine Witz ist nicht der Hoheit Freund.

Des Weltlichts vollen Glanz kann mancher nicht ertragen,

Der seinen Schimmer liebt, wann er in Wassern scheint.

Nicht jeder Wahrheit Bild kann helle Farben leiden,

Die reizt, wann um ihr Licht ein zarter Schatten spielt.

Uns brennt der Sonne Glut auf unbepflanzten Haiden,

Die uns zur Anmuth strahlt, wenn sie ein Lustwald kühlt.


Das Gedicht "An Hypsäus" stammt von   (1708 - 1754).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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