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An Hyperbolus


Du sagst uns güldne Berge zu,

Und leistest nichts, und darfst dies Geben nennen:

So wirst du heute mir vergönnen,

Freigebiger zu sein, als du.

Ich schenke dir, so mancher Wahrheit wegen;

Ich schenke dir, Hyperbolus:

In deinen Bücherschatz den ganzen Livius;

In deinen Waffensaal des großen Rolands Degen;

Zehn Stück, ins Cabinet, von Rubens freier Hand;

Ein ächtes Phönixnest, die Beute ferner Reisen:

Für dein Gemahl Pitts großen Diamant;

Für deinen ersten Sohn den Wasserstein der Weisen;

Und alles, was du sonst, dich zu bereichern, liebst:

Herr, das empfange, wie du gibst.



(* 23.04.1708, † 28.10.1754)




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