laeva in parte mamillae

Nil salit Arcadico juveni.

Juvenal. Sat. VII. 159.

 

Du grübelst Tag und Nacht, umringt vom Dichterchor,

Der in Athen und Rom der Kenner Lust gewesen.

Was nutzt dein stummer Fleiß? Was hilft dein blindes Lesen?

Dein bleierner Verstand steigt nicht, durch sie, empor.

Es scheint fast jede Müh′ vom Ziel dich zu entfernen.

An Witze bist du arm, doch an Poeten reich,

Und nur den schweren Ankern gleich,

Die stets im Wasser sind, und nimmer schwimmen lernen.


Das Gedicht "An einen Arcadier" stammt von   (1708 - 1754).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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