Der Sommer glüht im Purpur der Granaten,

Und auch die kleinsten Blümchen schimmern golden,

Und wenn der Abend weht in grünen Saaten,

Wird alles sanft der gleiche Schein vergolden;

So kann auch Einen Sinn nur fühlend raten,

Die Seele in des Freundes Wort, dem holden.

Ein Sinn, der, wie die Worte schweben, bliebe:

Was ihr klagt oder scherzt, es ist nur Liebe.


Das Gedicht "Die Glückliche" stammt von   (1772 - 1829).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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