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Vereinsamt


Die Krähen schrein

Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:

Bald wird es schnein. -

Wohl dem, der jetzt noch Heimat hat!

 

Nun stehst du starr,

Schaust rückwärts, ach! wie lange schon!

Was bist Du Narr

Vor Winters in die Welt entflohn?

 

Die Welt - ein Tor

Zu tausend Wüsten stumm und kalt!

Wer das verlor,

Was du verlorst, macht nirgends halt.

 

Nun stehst du bleich,

Zur Winter-Wanderschaft verflucht,

Dem Rauche gleich,

Der stets nach kältern Himmeln sucht.

 

Flieg, Vogel, schnarr

Dein Lied im Wüstenvogel-Ton! -

Versteck, du Narr,

Dein blutend Herz in Eis und Hohn!

 

Die Krähen schrein

Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:

Bald wird es schnein. -

Weh dem, der keine Heimat hat.



(* 15.10.1844, † 25.08.1900)




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