Was habt ihr plumpen Tölpel mich gerüttelt

Als ich in seliger Blindheit stand:

Nie hat ein Schreck grausamer mich geschüttelt

-- Mein Traum, mein goldner Traum entschwand!

 

Nashörner ihr mit Elephanten-Rüsseln

Macht man nicht höflich erst: Klopf! Klopf?

Vor Schrecken warf ich euch die Schüsseln

Goldreifer Früchte -- an den Kopf.


Das Gedicht "Baum im Herbste" stammt von (* 1844-10-15, † 1900-08-25).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte