Wie erscholl der Gang des lauten Heers
Von dem Gebirg in das Thal herab,
Da zu dem Angriff bey dem Waldstrom das Kriegslied
Zu der vertilgenden Schlacht und dem Siege den Befehl rief!
Mit herab zu grosser Thaten Ernst!
Zu der unsterblichen Rettung Ruhm!
Die am Gebirg uns bey dem Strom stolz erwarten,
Und im Gefilde der Schlacht mit dem Donner in dem Arm stehn,
O Tyrannenknechte sind sie nur!
Und vor dem Drohn des gesenkten Stahls,
Vor dem Herannahn, und dem Ausspruch der Freyen,
Die sich dem Tode gelassener heiligen, entfliehn sie!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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