"Du zählst die Stimmen: wäge sie, willst du nicht

Des Ruhms dich töricht freuen, der dir erschallt."

Sehr mühsam ist die Wägung! "Nun so

Zähle zugleich denn die Widerhalle."

 

Der Blick ermüdet, der auf die Waage schaut.

Wie säumts! wie viel der lastenden Zeit entschleicht,

Bevor im Gleichgewicht die Schalen

Schweben, und endlich der Weiser ausruht!

 

Und tönt der Nachhall etwa Unliebliches,

Wenn er in ferner Grotte Musik beginnt,

Und seine Melodie sich immer

Sanfter dem Ohre verlieret? "Zähle!"


Der Text des Gedichts "Die Waage" stammt von (* 1724-07-02, † 1803-03-14).




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