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An meinen Mann


Laut heulet der Sturmwind

im luftigen Haupt

der zitternden Espe -

es brausen die Wogen ans zackichte Ufer,

weit über das Ufer,

weit über die Steine,

mit zischendem Schaum!

Ich höre mit Zittern

den rauschenden Sturm;

Ich höre mit Beben

die heulenden Wogen!

Fern ist der Geliebte,

im schaurigen Walde,

am stürzenden Felsstrom,

im hallenden Thal!

Es hellet kein Sternlein

Dir, Lieber! den Pfad;

Dir lächelt, dir winket

kein Mondstral, o Trauter!

In dunkleren Tiefen

weh′n hüpfende Flämmchen -

O! folge, Geliebter,

den Täuschenden nicht!

O kehre bald wieder

zum heimischen Heerde!

Nicht täuschende Flämmchen -

Die Flamme der Liebe

im Busen des Weibes,

das Lächeln der Freude

im Auge des Knaben,

die harren Dein hier.



(* 03.06.1765, † 25.05.1835)




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