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Ahndung der Genesung


Wölbender Aether,

Schimmerndes Blau,

Grünende Fluren,

Perlender Thau!

Kühlende Lüfte,

Wehende Düfte,

Hallende Töne,

Wallende Schöne,

Hebet den Busen mir, strömet durch′s Herz,

Mit der Erinn′rung tiefwogendem Schmerz!

Rieselnde Quellen,

Spiegelt den hellen,

Liebend erröthenden Himmel zurück,

Spiegelt den dankvoll bethräneten Blick!

Ist mir entnommen der brennende Schmerz?

Schlägt ungefesselt und fröhlich mein Herz?

Grüß′ ich nicht weinend das steigende Licht?

Funkelt in Thränen der Abendstern nicht?

Bin ich dieselbe?

Fühlend der Freude,

Theilend dem Leide?

Hoffend und wähnend,

Lächelnd und sehnend?

Tochter des Haines,

Schwester der Flur,

Deine Geliebte,

Mutter Natur!



(* 03.06.1765, † 25.05.1835)




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