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Auf der Galerie


Wenn irgendeine hinfällige, lungensüchtige Kunstreiterin in der Manege auf schwankendem Pferd vor einem unermüdlichen Publikum vom peitschenschwingenden erbarmungslosen Chef monatelang ohne Unterbrechung im Kreise rundum getrieben würde, auf dem Pferde schwirrend, Küsse werfend, in der Taille sich wiegend, und wenn dieses Spiel unter dem nichtaussetzenden Brausen des Orchesters und der Ventilatoren in die immerfort weiter sich öffnende graue Zukunft sich fortsetzte, begleitet vom vergehenden und neu anschwellenden Beifallsklatschen der Hände, die eigentlich Dampfhämmer sind - vielleicht eilte dann ein junger Galeriebesucher die lange Treppe durch alle Ränge hinab, stürzte in die Manege, rief das - Halt! durch die Fanfaren des immer sich anpassenden Orchesters.

 

Da es aber nicht so ist; eine schöne Dame, weiß und rot, hereinfliegt, zwischen den Vorhängen, welche die stolzen Livrierten vor ihr öffnen; der Direktor, hingebungsvoll ihre Augen suchend, in Tierhaltung ihr entgegenatmet; vorsorglich sie auf den Apfelschimmel hebt, als wäre sie seine über alles geliebte Enkelin, die sich auf gefährliche Fahrt begibt; sich nicht entschließen kann, das Peitschenzeichen zu geben; schließlich in Selbstüberwindung es knallend gibt; neben dem Pferde mit offenem Munde einherläuft; die Sprünge der Reiterin scharfen Blickes verfolgt; ihre Kunstfertigkeit kaum begreifen kann; mit englischen Ausrufen zu warnen versucht; die reifenhaltenden Reitknechte wütend zu peinlichster Achtsamkeit ermahnt; vor dem großen Salto mortale das Orchester mit aufgehobenen Händen beschwört, es möge schweigen; schließlich die Kleine vom zitternden Pferde hebt, auf beide Backen küßt und keine Huldigung des Publikums für genügend erachtet; während sie selbst, von ihm gestützt, hoch auf den Fußspitzen, vom Staub umweht, mit ausgebreiteten Armen, zurückgelehntem Köpfchen ihr Glück mit dem ganzen Zirkus teilen will - da dies so ist, legt der Galeriebesucher das Gesicht auf die Brüstung und, im Schlußmarsch wie in einem schweren Traum versinkend, weint er, ohne es zu wissen.



(* 03.07.1883, † 03.06.1924)




Bewertung:
5/5 bei 607 Stimmen

Kommentare

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  • Gravatar von Franz After
    Franz After | fjssdfs.sdfsf@gmail.com
    vor einem Monat

    Warum machst du dir ′n Kopf?
    Wovor hast du Schiss?
    Was gibt's da zu grübeln?
    Was hast du gegen dich?
    Ich versteh dich nicht

    Immer siehst du schwarz
    Und bremst dich damit aus
    Nichts ist gut genug
    Du haust dich selber raus
    Wann hörst du damit auf?

    Wie ich dich seh, ist für dich unbegreiflich
    Komm, ich zeig′s dir

    Ich lass Konfetti für dich regnen
    Ich schütt dich damit zu

  • Gravatar von Mark fister
    Mark fister | asdf@gmail.com
    vor einem Monat

    Wovor hast du schiss

  • Gravatar von Nessel
    Nessel | klsjdfkl.kjfdslk@gmail.com
    vor einem Monat

    Warum machst du dir nen koppf

  • Gravatar von Elon Musk
    Elon Musk | musk@mars.com
    vor einem Monat

    Elon Musk, fick dein Marsprojekt
    Scheißkalt und arschweit weg
    Hab' Brandenburg entdeckt
    ~Peter Fox

  • Gravatar von Zgf rgtg
    Zgf rgtg | nhgb@fgghf.de
    vor einem Monat

    Gfgfvd vgbfvv b

  • Gravatar von Mark Zuckerberg
    Mark Zuckerberg | mark@meta.com
    vor einem Monat

    Drecksgedicht. Wer auch immer sowas verfasst, muss eingewiesen werden.

  • Gravatar von Mark Zuckerberg
    Mark Zuckerberg | mark@meta.com
    vor einem Monat

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    vor einem Monat

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    vor einem Monat

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    vor einem Monat

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    vor einem Monat

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    Mark Zuckerberg | mark@meta.com
    vor einem Monat

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