Stille die Wellen, still der Wind,

Glockengeläute fromm und lind,

Horch, wie es rufet übers Meer:

Ave Maria hehr!

 

Erde und Himmel flüstern′s nach,

Leise den Sternen sagt′s der Tag,

Daß sie es schimmern übers Meer:

Ave Maria hehr!

 

Stiller geworden ist der Schmerz,

Und aus dem Dunkel ringt das Herz;

Nachtet′s auf Erden noch so sehr:

Ave Maria hehr!

 

Seliges Grüßen, Engelslaut,

Ave Maria, Gottesbraut!

Ruf es, o Seele, rausch es, o Meer:

Ave Maria hehr!


Das Gedicht "Ave Maria am Meer" stammt von (* 1839-06-13, † 1890-11-03).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte