Wer den wucht′gen Hammer schwingt,

wer im Felde mäht die Aehren,

wer ins Mark der Erde dringt,

Weib und Kinder zu ernähren,

wer stroman den Nachen zieht,

wer bei Woll und Werg und Flachse

hinterm Webestuhl sich müht,

dass sein blonder Junge wachse:

 

Jedem Ehre, jedem Preis!

Ehre jeder Hand voll Schwielen!

Ehre jedem Tropfen Schweiss,

der in Hütten fällt und Mühlen!

Ehre jeder nassen Stirn

hinterm Pfluge!- doch auch dessen,

der mit Schädel und mit Hirn

hungernd pflügt, sei nicht vergessen!


Das Gedicht "Ehre der Arbeit" stammt von (* 1810-06-17, † 1876-05-18).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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