Du feuchter Frühlingsabend,

wie hab′ ich dich so gern!

Der Himmel wolkenverhangen,

nur hie und da ein Stern.

 

Ein leiser Liebesodem

hauchet so lau die Luft,

es steigt aus allen Talen

ein warmer Frühlingsduft.

 

Ich möcht′ ein Lied ersinnen,

das diesem Abend gleich,

und kann den Klang nicht finden,

so dunkel, mild und weich.


Das Gedicht "Du feuchter Frühlingsabend" stammt von (* 1815-10-17, † 1884-04-06).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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